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26-07-18
Fixierung von Patienten im Krankenhaus: Wie sich der Schaden minimieren lässt

 

Das Bundesverfassungsgericht macht in einem aktuellen Urteil die Fixierung eines Patienten grundsätzlich von einer richterlichen Genehmigung abhängig. Dr. Jakov Gather und Kollegen haben bereits 2017 die Entscheidung vorweggenommen und einen Ratgeber entwickelt, wie in der Klinik Freiheitsentzug auf ein Minimum beschränkt und möglichst schonend umgesetzt werden kann. Die Standards sind für die Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe verbindlich.

 




Primär gilt die Anforderung, Zwangsmaßnahmen zu vermeiden. "Empirische Befunde haben gezeigt, dass offene Türen Zwangsmaßnahmen, Zwangsbehandlungen sowie aggressive Übergriffe oder Entweichungen von Patienten reduzieren können oder zumindest nicht ansteigen lassen. Offene Türen können vertrauensbildend wirken und schränken die Freiheitsrechte der Patienten weniger ein. Sie erfordern allerdings in der Regel eine Änderung des therapeutischen Milieus auf der Station, welches auch mit einem höheren Engagement von Mitarbeitern einhergeht ..."

 

Bei wenigen Kranken sind Krisensituationen und die Notwendigkeit freiheitsentziehender Maßnahmen annähernd vorhersehbar. Der Ratgeber empfiehlt, mit diesen Patienten im voraus ein Einverständnis zu erarbeiten, wie die Fixierung im Notfall umgesetzt werden soll. Zusätzlich ist nach jeder Zwangsmaßnahme ein empathisches, respektvolles therapeutisches Gespräch mit dem Kranken indiziert.

 

Das Buch vermittelt das therapeutische, juristische und "handwerkliche" Knowhow; die beigefügte CD stellt die kompatiblen Arbeitsblätter, Formulare etc. bereit.

 

 

Jakov Gather, Meinolf Noeker, Georg Juckel (Hrsg.)

LWL-Standard zur Vermeidung, Anwendung und Dokumentation von freiheitsentziehenden Maßnahmen und Zwangsbehandlungen in der Psychiatrie

Pabst 2017. 128 Seiten plus CD. ISBN 978-3-95853-352-3

 





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