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25-03-18
Anästhesie und Intensivbehandlung: Wie sich Medikationsfehler verhindern lassen

Anästhesie und Intensivbehandlung: Etwa fünf Prozent der perioperativen Medikationen sind fehlerhaft. Mehr als ein Drittel der Fehler lösen riskante Nebenwirkungen aus. In der Kinderchirurgie sind Fehlerrate und Nebenwirkungen noch höher. Darüber berichtet Dr. Jost Kaufmann (Kinderklinik Köln) in der aktuellen Ausgabe von Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung. Er beschreibt, wie sich Medikationsfehler - ohne relevante Mehrkosten und Mehraufwand - vermeiden lassen


 

 

"Menschliches Versagen ist die häufigste Fehlerquelle. Die Vigilanz der Verordnenden hat einen erheblichen Einfluss auf die Medikationssicherheit. Fehlerberichtssysteme (Critical Incident Reporting System - CIRS) sollten in jeder medizinischen Einrichtung eingeführt und intensiv genutzt werden. Zum Erfolg ist entscheidend, dass eine positive Sicherheits- und Fehlerkultur ohne persönliche Repressalien für den Berichtenden existiert."

 

Kaufmann zählt ein Dutzend alltäglicher Vorsichtsregeln für die Routine auf. Bei individuellen komplexen Berechnungen unterlaufen erfahrenen Mitarbeitern ebenso häufig Fehler wie Anfängern.

 

"Bei seltener verabreichten Medikationen und in Situationen mit hoher Komplexität und Handlungsdichte ist eine vollständige Nennung (Gewicht des Patienten, Dosierung, Dosis, Konzentration der Lösung, zu verabreichende Menge) zu fordern. Der Empfänger der Verordnung soll diese zur Bestätigung ebenso vollständig wiederholen und dabei durch Nachrechnen ebenso vollständig überprüfen. Bei dieser ´Closed-loop´-Kommunikation dürfen keinerlei Unterschiede bezüglich hierarchischer Strukturen gemacht werden. Alle anwesenden Mitarbeiter müssen gleichberechtigt mitrechnen, bestätigen oder gegebenenfalls Zweifel anmelden ..."

 






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