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17-03-18
Intensivstation: Angehörige der Patienten möglichst in die Pflege integrieren

Intensivstation: Angehörige schwerkranker Patienten sollten zu offenen bzw. flexiblen Zeiten eine Besuchsmöglichkeit erhalten, fordert eine internationale aktuelle Leitlinie - publiziert in PLEXUS - Pflegejournal für Anästhesie & Intensivbehandlung (Nr. 3/4-2017). Pflegendes und ärztliches Personal sollte kontinuierlich die Angehörigen auf Augenhöhe einbeziehen.

 





 

Die Anwesenheit von Besuchern kann für das Pflegepersonal durchaus eine problematische Herausforderung darstellen. Dennoch belegen Studien nicht nur für Patienten und ihre Angehörigen Vorteile; u.U. können Pflegende auch in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Angehörigen entlastet werden; ein gegenseitiges vertrauensvolles Einverständnis lässt sich dabei schrittweise erarbeiten.

 

Die Autoren sehen auch wissenschaftlich belegt, dass die Teilnahme von Angehörigen an der interdisziplinären Visite im Interesse aller Beteiligten sein kann. Die Anwesenheit bei einer Wiederbelebungsmaßnahme wird befürwortet, aber als problematisch eingeschätzt; daher sollte eine Pflegekraft die betreffenden Angehörigen sachlich und empathisch beraten.

 

"In einer Studie zu Todesfällen in der Notaufnahme berichten Familienmitglieder, dass sie glaubten, dass ihre Anwesenheit dem Patienten geholfen hat. Ihnen selbst habe die Anwesenheit bei der Bewältigung der Trauer geholfen."

 

Anderseits verschweigen die Leitlinien auch Problemfälle nicht: In einer Studie zur Reanimation unter Beisein der Familie auf 162 britischen Notaufnahmestationen berichten 57 Einrichtungen negative Vorkommnisse: großer Stress bei Angehörigen, Einmischung in Reanimationsmaßnahmen, Ablenkung des Behandlungsteams, unangebrachte Forderungen. Da es sich um Einzelfälle handelte, sind alle betroffenden Einrichtungen dabei geblieben, auch weiterhin die Anwesenheit der Angehörigen zu gestatten.

 

 






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